Mehr Personal für Frauenhäuser

Frauenpolitik

NRW-Regierung will vierte Stelle wieder fördern

„Für die Frauenhäuser ist es sehr wichtig, dass rund um die Uhr eine Ansprechpartnerin für schutzsuchende Frauen vorhanden ist,“ weiß Liesel Koschorreck, Vorsitzende des Sozial- und Gesundheitsausschusses im Kreis Düren aus zahlreichen Gesprächen mit den Fraueninitiativen in Düren und Jülich.

Gerade in den Abend- und Nachtstunden, aber auch an Wochenenden und Feiertagen müssen Frauen aus akuten Gewaltsituationen flüchten. „Leider hatte die vorherige Landesregierung die Finanzierung der Frauenhäuser in NRW erheblich reduziert, so dass die ständige Betreuung nicht mehr gewährleistet war,“ so die SPD-Politikerin weiter.

Die Kürzungen hatten u.a. dazu geführt, dass die Zahl der Betreuungsplätze im Land zurückgegangen ist. Auch konnte der Übergang vom Frauenhaus in eine neue Existenz nicht mehr ausreichend betreut werden. „Im Koalitionsvertrag von SPD und Bündnis 90/Grüne wurde daher festgelegt, dass die Förderung der vierten Personalstelle wieder eingeführt wird,“ erläutert Koschorreck. Im Landeshaushalt 2011 werden daher konkrete Mittel für die Finanzierung des Projekts eingestellt.

Die neue Landesregierung arbeitet auch an einem Rechtsanspruch für Unterbringungen in Frauenhäusern. Die jetzige Einzelfallhilfe verursacht hohe bürokratische Hürden und erschwert den betroffenen Frauen die Schutzsuche. Eine gemeinsame Arbeitsgruppe der Regierungsfraktionen diskutiert mit Frauenorganisationen und anderen Verbänden, wie eine solche Regelung ausgestaltet werden kann. „Hier müssen mehrere Jahre Stillstand in der Frauenpolitik aufgearbeitet werden,“ so Koschorreck. „Wir sind aber zuversichtlich, dass wir in dieser Legislaturperiode in dieser Frage einen großen Schritt weiterkommen.“

 

Homepage SPD UB Düren

 

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