Schlag ins Gesicht für misshandelte Frauen in NRW

Frauenpolitik

Liesel Koschorreck (SPD) fordert zum Weltfrauentag 4. Stelle für Frauenhäuser zurück

Der 8. März gilt als Internationaler Frauentag. „Gerade an diesem Tag wird vielerorts das Schicksal von Frauen auf der ganzen Welt zur Sprache gebracht. Zu Recht“, sagt Liesel Koschorreck (SPD). Es gebe so viele Missstände und so viele Ungerechtigkeiten gerade in Bezug auf Frauen, weiß die Landtagsabgeordnete und Sozialexpertin.

„Da gibt es leider noch sehr viel Handlungsbedarf.“ Oft sei es einfacher, sich über das Leid von Frauen in der ganzen Welt wie zum Beispiel Beschneidungen oder Vergewaltigungen im Kriegsgeschehen zu mokieren, als vor „der eigenen Türe“ zu kehren, und sich dafür einzusetzen, dass auch Frauen in Deutschland menschenwürdig leben. Als Beispiel nennt die Sozialdemokratin Frauenhäuser, die es leider noch immer geben müsse, weil leider noch immer Frauen körperlich und selig von ihren Ehemännern oder Lebensgefährten gepeinigt würden.
„Ein Frauenhaus ist für viele die einzige Möglichkeit, ein bisschen Halt zu finden, das Geschehene zu verarbeiten und wieder eine neue Perspektive zu finden“. Dazu sei zwingend neben intensiver psychologischer Betreuung auch eine zuverlässige unbürokratische Nachbetreuung erforderlich, die zum Beispiel bei der Wohnungssuche behilflich ist. „Und diese Unterstützung ist früher durch die so genannte 4. Stelle zumindest in Ansätzen gewährleistet gewesen. Doch dann kam schwarz-gelb in die Regierungsverantwortung“, so die Genossin, „und damit wurden Zuschüsse für die Frauenhäuser und somit auch diese Stellen gestrichen.“
Gemeinsam mit den Grünen würden sich die Sozialdemokraten im Landtag für die weitere Fördermittel einsetzen, damit besagte Stelle wieder geschaffen werden könne. „Aber da beißen wir bei der Landesregierung auf Granit“, empört sich die Politikerin aus Düren, die in Kontakt zum Dürener Frauenhaus und der Frauenberatungsstelle steht, und attestiert ihren Kolleginnen im Landtag von der CDU und der FDP eine gewisse Doppelbödigkeit. „Wenn das Schicksal der Frauen am Welt-Frauentag zu Recht lauthals beklagt wird, aber andererseits das Elend von Frauen im eigenen Land nicht ernst genommen wird, dann finde ich das ziemlich verlogen.“ Für die Frauen, die hier in NRW in Frauenhäusern mühsam versuchten, wieder Fuß zu fassen, müsse dies ein Schlag ins Gesicht sein.

 

Homepage SPD UB Düren

 

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